Mittwoch, 11. November 2015

Etwas zum interpretieren schadet nie

Früher war mein Leben wie ein großer Raum.
Ein ziemlich bunter und farbenfroher Raum.
Die Farben waren aber nicht so knallig, neon, grell bunt;
Sondern warm und angenehm.
Egal ob Tag oder Nacht oder Sommer oder Winter.
Klar es gab auch trübe Tage;
Aber die Farben waren irgendwie unter dem Schleier vorhanden.
Sie leuchteten hindurch, weil sie stark waren.
Es war nie dunkel oder kalt.

Mit den Jahren schlichen sich kleine Wesen ein.
Ihr Aussehen kann ich nicht beschreiben;
Sie waren von etwas schwarzem umgeben, etwas schlechtem.
Erst waren es nur wenige,aber es wurden mehr und mehr.
Und ihre vor schwarzer Farbe triefenden Pinsel wurden größer.
Ich schaute ihnen zu, ließ sie machen.
Später würde ich mich dafür hassen.
Sie beschmutzten den Raum, malten alles Schwarz.
Die Farben verschwanden unter all dem dunklen und schlechten.

Nun habe ich einen grauen Raum.
An vielen Ecken ist das schwarz noch nicht verschwunden.
Aber ich schrubbe, wann immer ich kann, daran herum.
An einigen Stellen ist sogar wieder die Farbe hervorgetreten.
Nur nicht mehr so wie damals.
Die Wesen sehe ich immer wieder.
Sie machen meine Arbeit zu nichte und schmieren rum.
Von Zeit zu Zeit schaffe ich es sie zu verscheuchen.
Zu sehr will ich meinen alten, warmen und farbenfrohen Raum wieder.




1 Kommentar:

  1. Wow. Nicht schlecht. gefällt mir echt gut. Die Raum und Farben Metapher ist ziemlich eindeutig und triffts ziemlich gut. Nur wofür die kleinen Wesen stehen, da konnte ich noch nicht so 100% dahinter kommen. Die könnte für so vieles stehen... vielleicht willst du es mir ja irgendwann mal erzählen. :)

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