Ich fahre mir mit meiner Bürste durch die Haare und denke über meinen Tag nach. Es ist Freitag und heute Abend werde ich, das erste Mal seit 5 Monaten, wieder ein Restaurant besuchen und dort zu Abend essen. Mein Magen verkrampft sich und mir wird leicht übel, nur bei dem bloßen Gedanken daran vor den fremden Menschen essen zu müssen. Mir fällt aber auch ein, dass ich meine Tablette noch nehmen muss. Diese kleine "Scheiß-egal" Tablette, wie mein Vater sie immer liebevoll nennt. Also lasse ich die Bürste sinken und mach mich auf den Weg in die Küche.
Es dreht sich alles. Der Raum wird unter einem schwarzen Schleier begraben und es rauscht in meinen Ohren, als würde ich am Meer stehen. Ich stütze mich an meinem Kühlschrank ab. Jetzt bloß nicht unterkriegen lassen. Dem Körper die Stirn bieten. Es klappt nicht. Meine Beine geben nach und mein Kreislauf kollabiert mal wieder. Das ist in den letzten Wochen viel zu oft passiert. Ich habe ihm aber auch nichts mehr entgegen zu bringen, kein bisschen. Zu dünn bin ich geworden und zu wenig esse ich dennoch. Kein Hunger und kein Appetit.
Ich weiß nicht wohin mit mir und meinem Körper. Oder besser gesagt mit mir und das was von meinem Körper noch übrig ist.
Hey, ich bin mir nicht mehr sicher ob ich auf deinen letzten Kommentar bereits geantwortet habe, aber ich kommentiere jedenfalls nun fürs erste deinen Post:
AntwortenLöschenIch glaube diesen Post schon vor fünf Tagen gelesen zu haben, merkwürdigerweise habe ich kaum Erinnerungen daran dass ich vor meinem Macbook saß und Blogeinträge gelesen habe.
Ich erinnere mich aber sehr besorgt gewesen zu sein, vielleicht habe ich ja deswegen nicht vorher kommentiert? Weil ich zu besorgt war um die richtigen Worte zu finden. Weil ein falsch interpretiertes Wort einen ziemlich treffen kann. Deswegen kann ich jetzt nur sagen dass ich so sehr hoffe dass sich deine Lage bald verbessern wird. Und das tue ich wirklich.
Fühl dich gedrückt <3
xx