Montag, 14. März 2016

Ich drehe mich vor dem Spiegel hin und her, während meine Mutter mir von hinten über die Schulter schaut. Die Hose sitzt gut. Sie schlottert weder an den Oberschenkeln, noch habe ich keinen Hintern in ihr oder meine Faust passt oben in den Bund. Die Bluse ist weit geschnitten, mit Blumen verziert und lässt mich nicht so dünn aussehen, wie ich es noch immer bin. Nämlich zu sehr. Ich muss lächeln, denn ich fühle mich wohl. Und meine Mutter lächelt, weil ich es tue. 

Das sind meine kleinen Schritte zurück ins Leben. Ein bisschen shoppen, essen gehen oder meinen Freund zu Media Markt begleiten. Es ist so hart, aber ich kann jetzt nicht aufgeben. Dann wäre es nämlich endgültig vorbei und zwar mit allem...
Immerhin bin ich seit einer Woche 21 und ich mag das Alter. Es ist kein Alter zum aufgeben, sondern eins zum leben. Und das will ich so sehr. Mein Leben wieder, eine Ausbildung machen, feiern gehen und glücklich sein. Farben sehen und nicht mehr schwarz weiß. Und es allen beweisen.

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