Ein A5 großes Stück Pappe in lila und eines in violett. Schmetterlinge und Schleifen in rosa und blau. Zusammengesetzt ergibt das die kitschige, neue Hülle für mein Therapie Tagebuch. Wieder ein Tick von mir. Wenn ich schon etwas Persönliches einem Buch oder, wie hier, einem Blog anvertraue, dann muss das ganze wenigstens irgendwie personalisiert sein. Ich bin nicht hunderprozentig zufrieden, aber so schaffe ich es meine erste "Grübelattacke" zu Papier zu bringen.
Ich soll in das Buch über jede dieser Attacken schreiben und ihr meine Gefühle zuordnen, damit wir es anschließend analysieren können. Eigentlich sollte das nicht schwer sein, aber irgendwie grübel ich mehr darüber wann ich grübel, als über irgendwelche Gedanken. Wie bescheuert das klingt. Aber so ist es nun mal und vielleicht kann es ja jemand nachvollziehen.
Es passiert nämlich nichts was mich zum Grübeln bringt, außer das eben nichts passiert. Ich stehe auf der Stelle und alle rennen weiter. Und ich sage bewusst rennen, denn gehen wäre untertrieben. Sie sprinten nur so an mir vorbei und ich kann ihre Fußabdrücke im Staub bewundern, während ich keine hinterlasse. Und das macht mich traurig. Unglaublich traurig...
Aber ich habe auch keine Kraft um es zu ändern. Ich habe vor allem Angst und bekomme schon Panik vor einem Frisörbesuch. Dabei gehe ich gerne dahin und ich hätte gerne eine neue Haarfarbe. Und in meinem Kopf suche ich jetzt schon Ausreden, damit ich Samstag nicht mit meinem Freund und seinem Kumpel zu IKEA muss. All die Menschen und ihre nicht wirklichen Urteile und Kritiken machen mich krank. Genauso wie das krank sein.
Wann werde ich nicht mehr die Kranke sein?
Wenn Du mich fragst, dann bist Du nicht krank (Vielleicht, weil ich selber mal krank - mittlerweile sage ich schon stolz "war", obwohl die Psyche ab und an immer noch spinnt). Du bist nicht allein, viele haben diese "Probleme". Allerdings werden "Abweichungen vom Durchschnitts - Ideal" in der Gesellschaft totgeschwiegen oder auf offensichtlich kranke geschoben. Ich kenne das, wenn andere einen als "die Kranke" bezeichnen. Aber eigentlich muss man sich nur selbst davon lösen um das nicht mehr zu sein. In die Öffentlichkeit bzw. unter Menschen zu gehen ist genau der Richtige Weg, stell Dich den Menschen, die meisten meinen es nur gut und ihr einziges Problem ist, dass sie es nicht verstehen können. Verzeih ihnen das und sag Dir, dass Du gut bist wie Du bist :)
AntwortenLöschenPs: Unsere Klassenfahrt war wohl ein One Way Ticket :D Jetzt wo Du mir das erzählt hast, träume ich bestimmt auch noch sowas ;D
xoxo Lola