Samstag, 19. Dezember 2015

Kleines Update

Das Schicksal hat es mal gut mit mir gemeint. 
Ich hatte mich schon lange gefragt, wo meine Rückmeldung von der Schule, bezüglich meiner Neuanmeldung, blieb. Am Mittwoch erhielt ich eine Mail in der stand, dass mein Brief, aus welchen Gründen auch immer, nicht zugestellt werden konnte und wieder zurück gegangen war. Was das schlimmere war, dass ich einen Tag davor mein Termin für die Praxisplatzvermittlung gewesen wäre. Den hatte ich natürlich verpasst und somit nach den Regeln der Schule, kein Anspruch mehr auf meinen Platz. Aber da der Brief wieder zurückgekommen war, war es nicht meine Schuld und ich hab im neuen Jahr einen Termin bekommen. Sprich: Ich bin angenommen und kann im Februar neu starten!!!
Ich habe so lange gebraucht um das zu realisieren, weil mich das ganze drum herum so aus der Bahn geworfen hat. Wäre der Brief verschütt gegangen, hätte ich keinen Platz bekommen. Und das sie mir einen neuen Termin gegeben haben ist auch nicht selbstverständlich. Ich hab Schwein hoch zehn gehabt!



Montag, 30. November 2015

Vom Ablegen schlechter Gewohnheiten

Manchmal baue ich Brücken, 
Die die unschönen Sachen überwinden,
Weil sie mich erdrücken
Und ich hoffe das sie so verschwinden. 

Dabei liegen sie nur nicht mehr in meinem Blickfeld,
Was mir aber in dem Moment reicht.
Ich hätte mir denken müssen dass das nicht anhält,
Es war einfach nur kinderleicht.
Doch kinderleicht, ist für eine 20 Jährige nicht mehr anwendbar.
Erwachsene lösen ihre Probleme anders.
Irgendwie bin ich nur nicht von diesem Exemplar,
Nicht von dieser Sorte, nicht von diesem Standard.

Klar wurde mir das schon ziemlich früh:
Ich lernte Rad fahren erst mit sechs,
Rühre meinen Tee niemals nach rechts,
Fand Actionfilme immer besser als Filme zur Liebesduselei
Und kenne viele Automarken so nebenbei.
Ich wollte als Kind nie Prinzessin werden,
Bin super im Gerichte verderben,
Hatte nie meine Teenager Phasen
Und hab eine Schwäche für Seifenblasen.

Dies sind alles positive Sachen.
Sie bringen mich aber nicht dazu das Brücken-Bau-Ding zu machen.

Es sind viel mehr:
Das Mobben früher an der Bushaltestelle,
Die immer wieder kehrende Hasswelle,
Das viel zu kleine Selbstbewusstsein
Und meine Angst bei allem von vornherein.
Die Zweifel an mir und allen,
Die Panik wieder und wieder zu fallen,
Menschen zu verlieren
Und vor allem eine Zukunft zu konstruieren.

Manchmal baue ich Brücken, 
Die die unschönen Sachen überwinden,
Weil sie mich erdrücken
Und ich hoffe das sie so verschwinden. 

Aber ich habe erkannt, dass mir das alles nichts bringt.
Die Sachen sind nun mal nicht weg.
Es ist etwas anderes wozu mich das ganze nun zwingt,
Sie müssen alle raus aus ihrem dunklen Versteck.
Drum fange ich jetzt an und reiß jede Brücke ein
Und bezwinge die unschönen Sachen anders.
Ich bin halt jetzt nicht mehr klein
Und sage mir "Ich kann das".

Ich baue nun keine Brücken mehr,
Weil ich etwas gelernt habe.
Das Leben macht es einem manchmal schwer, 
Doch darauf folgt alles in Farbe.








Mittwoch, 18. November 2015

Von Zeit zu Zeit auch mal eine Auszeit

Ich ging durch die Geschäfte und betrachtete die Kleidungsstücke, den Schmuck, die Schuhe und andere Sachen. Irgendwie fühlte sich das alles so friedlich und unwirklich an. Das erste mal sein Wochen. 
Ich habe das Wochenende ca. 400 km von zuhause weg, in Köln, verbracht. Rauskommen und den Kopf abstellen. Und es hat sogar halbwegs geklappt. Abgesehen von dem Samstag morgen, den ich auf dem Sofa verbringen musste, weil es mir zu schlecht ging. Mir war schwindelig und übel und ich fühlte mich wieder zu schwach für alles. Aber ich habe es geschafft. 
Am liebsten wäre ich gleich dort geblieben. Aber so einfach ist das Leben dann auch wieder nicht. Dabei ist hier nichts, was mich halten könnte. Da sind eigentlich nur mein Vater, mein Hund und mein Freund. Alle anderen sind schon lange aufgebrochen in ein neues Leben, welches für mich noch nicht vorgesehen ist... So musste ich am Sonntag dann doch meine Sachen packen und den Heimweg antreten. 
Aber es zählen die kleinen Momente und die kleinen Veränderungen, auch wenn sie nur von kurzer Dauer sind. Sie sind Lichtblicke auf der dunklen Karte. 

Mittwoch, 11. November 2015

Etwas zum interpretieren schadet nie

Früher war mein Leben wie ein großer Raum.
Ein ziemlich bunter und farbenfroher Raum.
Die Farben waren aber nicht so knallig, neon, grell bunt;
Sondern warm und angenehm.
Egal ob Tag oder Nacht oder Sommer oder Winter.
Klar es gab auch trübe Tage;
Aber die Farben waren irgendwie unter dem Schleier vorhanden.
Sie leuchteten hindurch, weil sie stark waren.
Es war nie dunkel oder kalt.

Mit den Jahren schlichen sich kleine Wesen ein.
Ihr Aussehen kann ich nicht beschreiben;
Sie waren von etwas schwarzem umgeben, etwas schlechtem.
Erst waren es nur wenige,aber es wurden mehr und mehr.
Und ihre vor schwarzer Farbe triefenden Pinsel wurden größer.
Ich schaute ihnen zu, ließ sie machen.
Später würde ich mich dafür hassen.
Sie beschmutzten den Raum, malten alles Schwarz.
Die Farben verschwanden unter all dem dunklen und schlechten.

Nun habe ich einen grauen Raum.
An vielen Ecken ist das schwarz noch nicht verschwunden.
Aber ich schrubbe, wann immer ich kann, daran herum.
An einigen Stellen ist sogar wieder die Farbe hervorgetreten.
Nur nicht mehr so wie damals.
Die Wesen sehe ich immer wieder.
Sie machen meine Arbeit zu nichte und schmieren rum.
Von Zeit zu Zeit schaffe ich es sie zu verscheuchen.
Zu sehr will ich meinen alten, warmen und farbenfrohen Raum wieder.